Ein Hauch von Gold: Pforzheim auf der Vicenzaoro

Als Redakteurin auf der Vicenzaoro 2025

Zweimal jährlich wird Vicenza, eine charmante Stadt in Norditalien, zum Epizentrum der internationalen Schmuckwelt. Die Vicenzaoro, eine der größten europäischen Schmuckmessen, lockt Designer, Händler und Schmuckbegeisterte aus aller Welt. Auch Pforzheim, die traditionsreiche „Goldstadt“, ist dort mit zahlreichen Unternehmen vertreten.

WIRTSCHAFTSKRAFT war vor Ort und nutzte die Gelegenheit, mit Pforzheimer Schmuckfirmen zu sprechen. Die Frage, wie sie Pforzheim international vertreten und welchen Herausforderungen und Chancen sie begegnen, stand im Mittelpunkt.

Jan Walther, Breuning: Eine preisgekrönte Tradition

Mit dem bevorstehenden 100-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2027 blickt Breuning stolz auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. „Es ist ein besonderes Gefühl, als Pforzheimer Firma auf einer so bedeutenden Messe vertreten zu sein“, sagt Jan Walther.

Breuning hat erneut den German Design Award gewonnen, diesmal für den „Wave-Ring. Dieses Highlight kombiniert zwei Goldtöne in einem eleganten Farbverlauf und ist mit Diamanten besetzt – ein perfektes Beispiel für die Symbiose von Design und Handwerkskunst.

In der Trauringbranche hebt sich Breuning ab, da die Ringe nicht gegossen, sondern gedreht werden. „Filigrane Designs, Farbsteine und hochwertige Materialien prägen die Trends 2025“, erklärt Walther.

Chris-Roy Rauschmayer, Roland Rauschmayer: Die Zukunft der Personalisierung

Die Rauschmayer-Gruppe hat Pforzheim als Produktionsstandort stets gestärkt, auch wenn viele Betriebe der Vergangenheit angehören. „Die Goldstadt wird immer ein Ort bleiben, an dem Schmuck gedacht, konzipiert und vertrieben wird“, so Chris-Roy Rauschmayer.

Besonders beeindruckend war der Verlobungsring-Konfigurator, der Kunden ermöglicht, aus 50 verschiedenen Ringschienen und magnetischen Steinen ihren Trauring zu personalisieren. „Die GenZ fordert digitale Angebote – und wir liefern“, betont Rauschmayer.

Chris-Roy Rauschmayer ist stolz auf seinen Verlobungsring-Konfigurator.

Udo Beck, Carl Dillenius: Eine historische Mission

Mit über 160 Jahren Firmengeschichte trägt Dillenius stolz den Namen Pforzheims in die Welt. Für Udo Beck ist es eine Ehre, die „Fahnen der Goldstadt“ auf der Vicenzaoro hochzuhalten.

„Der gestiegene Goldpreis macht leichte, hohl gearbeitete Schmuckstücke besonders attraktiv“, erklärt Beck. Während Dillenius keine Trends verfolgt, setzt die Firma auf langlebige Klassiker im werkzeuggebundenen Standardschmuck.

Udo Beck von Carl Dillenius ist seit mehr als 20 Jahren zu Gast auf der internationalen Schmuckmesse.

Kurt Daub, Andreas Daub: Technologische Spitzenleistungen

„Für uns ist es unvorstellbar, die Bedeutung Pforzheims als Goldstadt infrage zu stellen“, sagt Kurt Daub. Das Traditionsunternehmen, das auf 150 Jahre zurückblickt, hat sich auf Präzisionstechniken wie Stanzen, Pressen und Ziehen spezialisiert.

„Komplexe Fertigungsprozesse komplett im Haus anzubieten, ist unsere Stärke“, erläutert Daub. Als Trends nennt er filigrane Medaillons, skulpturale Designs und farbenfrohe Steine. Besonders auffällig seien Insektenmotive, die Schmuckstücke in kleine Kunstwerke verwandeln.

Kurt Daub von der Firma Andreas Daub



Pforzheim bleibt Goldstadt

Die Gespräche auf der Vicenzaoro haben eines deutlich gemacht: Pforzheim wird auch weiterhin als Synonym für Qualität, Tradition und Innovation in der Schmuckwelt stehen. Ob durch preisgekrönte Designs, technische Präzision oder personalisierte Erlebnisse – die „Goldstadt“ bleibt ein leuchtender Stern auf dem internationalen Schmuckmarkt.

Der Ausblick auf 2025 ist auch in aus der Perspektive der Goldstadt Pforzheim positiv.

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